News

26. März 2020

Die Vereinsleitung entscheidet anfangs Juni, ob das Kinderstück „Milli und Molli in Grönland“ aufgeführt werden kann.

Aktuell „Neues Coronavirus“

Liebe Zuschauer
Liebe Zuschauerinnen

Leider fällt auch unsere Produktion
den herrschenden Umständen zum Opfer.
Es müssen alle Vorstellungen
ABGESAGT werden.

Weitere Informationen folgen.

Willkommen auf der neuen
Webseite der Remise Bühne Jegenstorf!

Sie finden hier zurzeit die Informationen zum neuen Stück. Alle weiteren Informationen folgen demnächst.

Kleider machen Leute – eine Erstaufführung

02. April – 29. Mai 2020

Gottfried Keller

Der
Autor

Autor der Novelle, die Andreas Berger dramatisiert hat, ist Gottfried Keller (* 19. Juli 1819 in Zürich; † 15. Juli 1890 ebenda) ist einer der bekanntesten Schriftsteller der Schweiz. Von den Idealen der Vormärz-Bewegung zum Schreiben inspiriert – zuerst wollte er Maler werden – gilt er heute als herausragender Vertreter des bürgerlichen Realismus.

Kämpfte er in den ersten Jahrzehnten seines Lebens mit finanziellen Schwierigkeiten, befreite ihn 1861 die Wahl zum ersten Staatsschreiber des Kanton Zürich von allen finanziellen Sorgen. Ein Amt, das er bis 1876 ausübte und ihm die ersten zehn Jahre kaum Zeit zum Schreiben liess.

Erst ab 1871 erschienen weitere Werke und der einsetzende Ruhm des erfolgreichen Schriftstellers in Deutschland und in der Schweiz ermöglichten ihm ein finanziell sorgenfreies Leben.

Seine bekanntesten Werke sind Der grüne Heinrich, die Novellensammlung Die Leute von Seldwyla, Das Fähnlein der sieben Aufrechten und der sozialkritische Roman Martin Salander. Viele seiner Werke sind bis heute für den Film und das Theater adaptiert worden.

Andreas Berger

Die
Regie

Andreas Berger – ein Theater-Tausendsassa

Bereits zum zweiten Mal beehrt uns Andreas Berger mit einer eigenen Stückadaption und Inszenierung. Vor vier Jahren hat er Shakespears Drama «Love›s Labour›s Lost» für uns in eine zeitgemässe Komödie umgeschrieben und in Szene gesetzt. Und ein Jahr danach ist er bei unserer Produktion von Henrik Ibsens Stück «Hedda Gabler» beim Ausfall des Regisseurs in die Lücke gesprungen.

Ein Multitalent mit grosser Erfahrung

Im Theaterbreich ist Andreas Berger ein Allrounder. Das zeigen seine Stationen: Zwei Jahre wirkte er am Stadttheater Luzern und bei diversen Bühnenproduktionen in der deutschen Schweiz als Beleuchter, Techniker und Licht-Designer. Während vier Jahren fungierte er an der Gesamtschule für Theater in Grenchen als Kursleiter für Schauspiel und Regie. An Schulen und bei Kinder- und Jugendgruppen war er als Theaterpädagoge tätig und im Berufs- wie Amateurtheater als Regisseur. Immer wieder stand und steht er als Schauspieler auch selbst auf der Bühne. Damit nicht genug, verfasste er als Autor ein Hörspiel und etliche Bühnenstücke. Dass er bei seiner ersten Inszenierung bei uns nicht nur als Verfasser und Regisseur auftrat, sondern auch gleich noch das Bühnenbild entwarf, erstaunt bei diesem Allrounder nicht.

Theaterkurse weckten die Liebe zur Bühnenwelt

1959 in Waldshut geboren, hat Andreas Berger das dortige Hochrhein-Gymnasium besucht und anschliessend an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg Germanistik und Politik studiert. Noch in Waldshut und später während des Studiums in Freiburg hat er diverse Theaterkurse besucht. Dadurch wurde die Liebe für das Theater so geweckt, dass er sein Studium abbrach und von 1984 bis 1985 die Schule für Totales Theater in Lützelflüh besuchte. Seither lebt er für die Bühnenwelt und belebt diese mit seinem oben skizzierten, kreativ vielseitigen Schaffen.

Von 2000 bis 2006 hat er als Direktor dem Stadttheater Chur neue Impulse gegeben und danach mit seiner Frau, der bekannten Schauspielerin Silvia Jost, eine Produktionsgemeinschaft gegründet. Detailinformationen dazu und zu seinem Wirken liefert die Website jostundberger.

Das
Stück

Kleider machen Leute – eine Erstaufführung

Exklusiv für uns hat der vielseitig begabte Theatermann Andreas Berger die Novelle «Kleider machen Leute» von Gottfried Keller dramatisiert. Dabei hat er sich im Kern an den Verlauf der Geschichte gehalten, diese aber unseren Bühnenverhältnissen angepasst: Zwei Kinder eröffnen das Spiel, sie lesen die Novelle, treten dann in die Geschichte ein und führen das Publikum durch Hochstapelei, Lüge, Liebe, Hoffnungen und Intrige und dann zum scheinbar bürgerlich-harmonischen Ende.

Die Geschichte von der Hochstapelei des Schneidergesellen Wenzel Strapinski, der in der kleinen Stadt Goldbach für einen polnischen Grafen gehalten wird und aus Liebe zur Tochter des Amtsrat diese Lüge nicht auflöst, fasziniert seit ihrer Veröffentlichung.

Auch nach über 140 Jahren noch aktuell

Gerade in Zeiten von Fake News und der Optimierung des eigenen Ichs in sozialen Medien wie Facebook, Instagram und Snapchat zeigt dieser Stoff seine zeitlose Aktualität. Er handelt von menschlichen Träumen und Sehnsüchten und dem Wunsch mehr zu sein als das, was einem die Realität am Morgen im Spiegel bietet.

Der Protagonist als Objekt von Projektionen und Profitstreben

Ein Fokus der Komödie liegt dabei auf der liebevoll-satirischen Zeichnung des Goldbacher und später auch des Seldwyler (Klein-)Bürgertums. Der polnische Graf, der so unverhofft in das Städtchen Goldbach kommt, wird – vorab beim weiblichen Teil der Bevölkerung – zum Symbol aller (verdrängten) Wünsche, während sich die Honoratioren der Stadt mit diesem exotisch scheinenden Individuum eher schmücken wollen oder sich für ihre politischen oder beruflichen Ziele Vorteile versprechen.

Auch wenn die Geschichte am Ende des 19. Jahrhunderts spielt, sind die Parallelen zu heute unübersehbar und Aha-Erlebnisse durchaus beabsichtigt. Gerade die zeitliche Distanz erlaubt den klaren Blick und hoffentlich manche Erkenntnisse.

Annette Wyssmann
Annette Wyssmann
Stephan Greder
Stephan Greder
Hubert Helfer
Hubert Helfer
Roland Graf
Roland Graf
Fabian Lanz
Fabian Lanz
Natalie Fankhauser
Natalie Fankhauser
Lorelai Herrmann
Lorelai Herrmann
Lukas Linsi
Lukas Linsi
Alexander Bernhard
Alexander Bernhard
Beda Affolter
Beda Affolter
Sylvia Ernst
Sylvia Ernst
Marianne Hiltbrunner
Marianne Hiltbrunner
Ursula Steiner
Ursula Steiner
Kurt Hofer
Kurt Hofer
Eveline Schlapbach
Eveline Schlapbach
Walter Fankhauser
Walter Fankhauser
Jessie Fankhauser
Jessie Fankhauser

Die
Schauspielenden

Annette Wyssmann Liese Schneggli
Bedienstete
Stephan Greder Ruedi Seeli
Kutscher und Rechtsanwalt
Hubert Helfer Fritz Rösti
Gemeindepräsident
Roland Graf Anton Köhli
Amtsrat
Fabian Lanz Hannes
Wenzel und Nettchens Sohn
Natalie Fankhauser Engelchen und Käthi Beerli
Freundin von Nettchen
Lorelai Herrmann Sarah
Wenzel und Nettchens Tochter
Lukas Linsi Wenzel Strapinski
arbeitsloser Schneidergeselle
Alexander Bernhard Roland Bächli und Franz
Schneidermeister und Hausdiener
Beda Affolter Melchior Böhni
Gemeindeschreiber
Sylvia Ernst Therese Rösti
Frau des Gemeindepräsidenten
Marianne Hiltbrunner Martha Egli
Wirtin
Ursula Steiner Antonia Bieri
Köchin
Kurt Hofer Ernst Schnittli
Baumeister
Eveline Schlapbach Teufelchen und Marianne Schnittli
Baumeisters Frau
Walter Fankhauser Walter Wäldli
Zeitungsrufer und Kürschermeister
Jessie Fankhauser Nettchen
Tochter von Amtsrat Köhli und Strapinskis Frau

Die
Mitwirkenden

Einsatz während Probenarbeiten

Um Organisatorisches in der Probenzeit kümmert sich Produktionsleiter Hubert Helfer. Annette Hachen fungiert als Regie-Assistentin und Heinz Vollenweider als Souffleur.

Engagierte für Bühnenbau und -technik, Kostüme und Requisiten

Grossen Einsatz erfordern auch Bühnenbau und -technik sowie die Beschaffung von Kostümen und Requisiten. Dafür sorgen Kurt Baumgartner, Tanja Graf, Simon Heiniger, Hedy Leu, Hans-Rudolf Keller, Sabine Ritter und Annette Wyssmann sowie der Allrounder Heinz Deriaz, der sich seit 30 Jahren in Sachen ‹Bühnenbau und -technik› bewährt.

Weitere Aktive

Beachtlichen Aufwand leistet auch die Presse- und PR-Gruppe, der Hanspeter Kunz, Karin Müller, Hermann Aebischer, Tom Muster und die Grafikerin Annatina Themis angehören. Nicht zu vergessen ist die unermüdliche und kreative Maskenbildnerin Hedy Leu, die seit 39 Jahren bei jeder Aufführung im Einsatz ist.

Anerkennung verdienen auch die hier nicht namentlich aufgeführten Aktivmitglieder, die sich im Vorverkauf, im Kassen- und Bardienst und weiteren Tätigkeiten engagieren.

Der
Ausblick

Diesen Winter kehren Milli und Molli zusammen mit ihren Freunden in die Remise-Bühni zurück. In ihrem neuen Abenteuer folgen die beiden Mäuse der Einladung von Onkel Max, Weihnachten bei ihm in Grönland zu verbringen. Nach ihrem hastigen Aufbruch von Jegenstorf zum Flughafen und der langen Reise, kommen sie endlich im Dorf Grönneborg an. Mit Hilfe einer Landkarte finden sie den für seine Glückstäfeli weltbekannten Laden von Onkel Max. Doch wo ist der Onkel? Er ist unauffindbar verschwunden – und mit ihm das wertvolle Glückstäfeli-Rezeptbuch. Als wär dies nicht genug, sprechen alle Dorfbewohner ein unverständliches Kauderwelsch. Ob Onkel Max wieder zum Vorschein kommt, die Dorfbewohner den Schlüssel zu ihrer Sprache wieder finden und welche Rolle dabei die farbigen Glückstäfeli spielen, erfahren Sie ab dem 31. Oktober 2020 in der Remise-Bühni Jegenstorf.

Wir freuen uns schon heute auf Ihren Besuch bei uns in Grönland.