Coline Serreau – eine künstlerisch vielseitig tätige Französin

Ein Multitalent: Coline Serreau hat sich als Schauspielerin, Autorin, Regisseurin, Filmproduzentin, Komponis­tin und Chor­leiterin einen Namen gemacht

Am 29. Oktober letzten Jahres hat Coline Serreau in Paris den 71. Geburtstag feiern können. In dieser Stadt ist sie als Tochter künstlerisch tätiger Eltern aufgewachsen: die Mutter war Schriftstellerin, der Vater Regisseur. So erstaunt es wenig, dass sie Literatur-, Musik- und Theaterwissenschaft studierte.

Mit 23 Jahren gibt sie ihr Debüt als Schauspielerin. Nach Auftritten in unterschiedlichen Rollen und Theatern Frankreichs erhält sie alsbald ihre erste Filmrolle.

1973 schreibt sie ihr erstes Drehbuch, debütiert zwei Jahre danach als Fernsehregisseurin und produziert zwei weitere Jahre später einen Dokumentarfilm, in welchem sich Frauen ungewohnt offen äussern, womit sie grosses Aufsehen erregt.

In den 1980er Jahren realisiert sie weitere Spielfilme, darunter die Komödie «Trois hommes et un couffin» (Drei Männer und ein Baby), der 1986 gleich drei Césars erobert. Im gleichen Jahr wird ihr erstes Bühnenstück «Lapin Lapin» uraufgeführt.

Coline Serreau war und ist vielseitig tätig: als Schauspielerin, Dramatikerin, Regisseurin, Filmmacherin, Komponistin und seit 2003 als Dirigentin des Laienchors «Chorale du Delta».

Anfangs dieses Jahres hat die vielseitig begabte Französin in Berlin ihr Stück «Hase Hase» selber in Szene gesetzt und im Ensemble beinahe ihre ganze Patchwork-Familie versammelt (siehe etwa «Morgenpost» vom 13.12.2018)