Unsere diesjährige Spielsaison ist beendet ...

Szenenbild, von links: Bébert, Mama und Hase

Nach 26 Aufführungen ist am 7. Juni 2019 die diesjährige Spielsaison zu Ende gegangen.

Das Stück «Hase Hase» fand ein unterschied­liches Echo. Während Inszenierung, Spiel, Bühnenbild, Technik und Maske nahezu aus­nahmslos Beifall fanden, konnten einige dem Stück wenig bis nichts abgewinnen. Das überrascht nicht. Denn das Stück der fran­zösi­schen Autorin ist ein buntes und tur­bu­len­tes Konglomerat: Individuelle Befindlich­kei­ten, familiäre und soziale Notlagen vermischen sich mit politischem Geschehen, Ir­disches ver­mengt sich mit Überirdischem, Realität mit Ir­realität, Humorvoll-Witziges mit Ernsthaftigkeit und Moralin. Diese pralle Mixtur erschwert es, den ‹roten Faden› und damit den Gehalt des Theaterstücks zu erkennen.

Für uns aber gilt: Wer nichts wagt, kann nichts gewinnen. Und so sind wir überzeugt, mit der diesjährigen Produktion ‹gewonnen› zu haben. Dafür sprechen die stehende Ovation bei der

Premiere, die positiven Pressestimmen und gerade auch die kritischen Stimmen. Denn was nur süffig ‹dahin­plätschert› und zu keinen Gedankenanstössen oder
gar Irritationen führt, ist des enormen Aufwands einer Produktion nicht wert.

Deshalb präsentieren wir Ihnen weiterhin Dramen der internationalen Theaterliteratur in eigenen Mundart­fassungen oder – wie im kommenden Jahr – eine Produktion, die von Gottfried Kellers Novelle «Kleider machen Leute» inspiriert ist.

Auf Ihren Besuch freuen wir uns.